Randnotizen

Über Kurioses soll an dieser Stelle ebenso berichtet werden wie über Dinge, die man vielleicht schmunzelnd und mit einem kleinen Schluck Humor genießen kann. Nichtsdestotrotz sollen Themen angesprochen werden, die für uns alle wichtig sein sollten ...

So einfach ist es leider nicht, passende oder unpassende Worte, je nach Gelegenheit zu finden, noch dazu wenn man mit dem schnelllebigen Medium Internet hantiert. Aber um öfter etwas Neues anzubieten und das schöne neue cms (oh herrliches Englisch: Content Management System) auszureizen, sollen zukünftig einige Ergüsse meinerseits an dieser Stelle plaziert werden, die gelegentlich für alle Nichtnutzer des Internets auch im Amtsblatt veröffentlicht werden. Von daher bitte ich schon jetzt um Entschuldigung, wenn Ausführungen dabei sein sollten, die ein wenig verschachtelt oder ausschweifend oder eben schwerer verständlich sein sollten. Ein Hinweis sei gleichfalls angefügt: Ich hoffe, dass rüberkommt, dass diese Rubrik nicht ganz so bierernst gesehen werden soll ... Lassen Sie sich von daher überraschen - ich tu es auch, Ihr F. Deutsch

Schlaglöcher

Dieser Tage machte es die Runde: In einer Gemeinde unweit der unsrigen kam man auf die glorreiche Idee, Schlaglöcher meistbietend zu verkaufen - der Frost des Winters war wohl schuld. Hut ab vor diesem Publicity-Streich, so eine Idee muss man erstmal haben - besser kann man den eigenen Ort nicht in den Medien präsentieren. Doch als ich dann die Bilder sah, musste man einfach traurig werden, denn solche Löcher allein dem Frost zuschieben zu wollen, ist dem harten Winter Unrecht getan. Ich hoffe, dass wir in den nächsten Wochen bei uns eine Bilanz aufmachen können, was konkret an Schäden zu verzeichnen ist, jedenfalls arbeiten wir dran. Ob und inwiefern dann in den Gemeinden das nötige Kleingeld angesichts klammer öffentlicher Kassen aufzubringen ist, muss man abwarten. Ich gehe jedoch davon aus, dass bei uns niemand auf die Idee kommt, vorhandene Schlaglöcher etwa als Blumenrabatte oder Fischteiche zu versteigern ... FD    

Grünabfall

In einigen unserer Gemeinden war es gestattet worden, seinen Grünabfall auf gemeindlichen Flächen abzulagern. Ursprünglich war daran gedacht, dass die Bürger den Abfall der (gemeindlichen) Grünflächen, die sie freundlicher Weise in Pflege genommen haben, dort abgeben können. Nach und nach scheint dann aber offenbar dieser Gedanke verloren gegangen zu sein - wie immer wurde so etwas ausgenutzt, seine privaten Abfälle (Grünschnitt des Privatrasens, Gartenabfälle bis hin zu schlichtweg Mist) einer Entsorgung durch die Gemeinde und somit der Allgemeinheit aufzubürden. Damit nicht genug, wurde aus Grünabfall schnell solcher mit Plasteresten usw. - was für das Abfuhrunternehmen Sondermüll bedeutete und für die Gemeinde nochmals erhöhte Kosten. Andererseits soll es auch heute noch Leute geben, die ihren Grünabfall schreddern, verkompostieren, auf der Michelshöhe abgeben oder selbst einen Container bestellen. Sie sind die Dummen und mehr noch, sie sind die Dummen in Potenz, wenn sie gemeindliche Flächen pflegen, die Rückstände selbst entsorgen und das nur, weil sie es vor ihrer Haustüre schön haben wollen... Eigentlich könnte man meinen, solche Entsorgungspraktiken gäbe es nur im Frühjahr, wenn das Gras sprießt, doch weit gefehlt: Man braucht sich nur im Herbst die allerorten befestigten großen Säcke zur Laubabfuhr genauer ansehen, um schnell feststellen zu müssen, dass dann wiederum Ladungen von Gartenabfällen oder die Inhalte privater Balkonkästen auf Gemeindekosten entsorgt werden. An dieser Stelle auch noch auf die vielen Abkippstellen von Grünabfällen rings um unsere Dörfer eingehen zu wollen, sprengt den Rahmen einer solchen Betrachtung... Schade nur, dass oft einige Mitbürger große Worte über Umweltschutz usw. verlieren, dann aber keinen Euro übrig haben, sich eine braune Tonne zu leisten. FD 

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Sonnabend, 04.09.2010, 21:05